Fragen & Antworten
Was vor der Entscheidung geklärt sein sollte
Die Fragen unten kommen in fast jedem Erstgespräch. Wenn Ihre nicht dabei ist, stellen Sie sie uns direkt — wir antworten schriftlich, damit Sie es weiterreichen können.
Teilnehmer & Voraussetzungen
Wie viele Personen können teilnehmen?
Praxisworkshop und Praxistag umfassen bis zu zwölf Personen zum Pauschalpreis. Weitere Personen kosten 180 € netto pro Person. Ab neunzehn Personen planen wir zwei Gruppen. Beim Impulsvortrag ist die Teilnehmerzahl offen.
Welche Vorkenntnisse braucht das Team?
Für Büroanwendungen sind keine KI-Vorkenntnisse nötig. Vorab klären wir, womit Ihr Team bereits arbeitet. Technische Themen wie MCP, Schnittstellen und KI-gestützte Entwicklung stimmen wir auf die Erfahrung der Teilnehmenden ab.
Sollen Geschäftsführung und Team gemeinsam teilnehmen?
Für die Auswahl sinnvoller Anwendungsfälle ist ein gemeinsamer Einstieg oft hilfreich. In den Übungen arbeiten wir nach Aufgaben und Vorkenntnissen. Ob ein gemeinsamer Praxistag oder getrennte Termine sinnvoller sind, klären wir im Erstgespräch.
Wie wählen wir aus, wer teilnimmt?
Nicht nach Hierarchie und nicht nach Interesse, sondern nach Aufgabe: Wer viel Zeit mit Text, Recherche, Dokumenten und wiederkehrenden Abläufen verbringt, sitzt im Raum. Bei größeren Häusern bilden wir Gruppen entlang der Abteilungen statt gemischt — dann ist die Aufgabenabfrage homogener und der Termin dichter. Wichtig für die Stimmung im Haus: Sagen Sie den Nichtteilnehmenden vorher, nach welchem Kriterium ausgewählt wurde und wann die nächste Gruppe drankommt. Eine Auswahl ohne genanntes Kriterium wird als Bevorzugung gelesen, und das kostet mehr, als das Seminar bringt.
Was, wenn jemand im Team klar dagegen ist?
Sagen Sie es uns im Vorbereitungsgespräch. Widerstand im Raum ist normal und meist gut begründet — häufig geht es um Arbeitsplatzsorge oder um eine schlechte Erfahrung. Beides lässt sich ansprechen, wenn man es vorher weiß, und beides vergiftet den Termin, wenn man es übergeht.
Inhalt & Werkzeuge
Mit welchen Werkzeugen wird gearbeitet?
Mit denen, die Sie haben. In der Regel ChatGPT, Claude, Microsoft 365 Copilot oder Gemini — plus die Werkzeuge, die für einzelne Aufgaben besser passen, und auf Wunsch ein Modell, das auf einem Rechner im eigenen Netz läuft. Wir verkaufen keine Lizenzen und bekommen von keinem Anbieter Provision; wenn das Richtige für Sie das ist, was ohnehin schon lizenziert ist, sagen wir das.
Bekommen wir eine Prompt-Sammlung?
Eine, die im Termin an Ihren Aufgaben entsteht — nicht eine gekaufte Sammlung mit fünfhundert Einträgen. Der Unterschied ist entscheidend: Eine fremde Sammlung benutzt nach zwei Wochen niemand mehr, zwölf im eigenen Haus entstandene Abläufe schon.
Geht KI auch ohne Cloud, auf unseren eigenen Rechnern?
Ja, und für einen Teil der Aufgaben ist das der bessere Weg. Offene Modelle laufen mit Ollama oder LM Studio auf gewöhnlicher Hardware — ein Arbeitsplatzrechner mit genug Arbeitsspeicher reicht für den Anfang, eine kleine Maschine im Serverraum für den Dauerbetrieb. Es gibt dabei keinen Datenverkehr nach außen, also auch keine Übermittlung, für die es einen Auftragsverarbeitungsvertrag oder eine Drittlandprüfung bräuchte. Der Preis dafür ist Qualität: Bei anspruchsvollem Text, bei langen Dokumenten und beim Programmieren liegen die großen Anbieter derzeit deutlich vorn. Deshalb ist das Ergebnis im Seminar keine Grundsatzentscheidung, sondern eine Zuordnung — welche Aufgabe nach innen gehört und welche nach außen darf.
Richten Sie so ein lokales Modell bei uns ein?
Im Seminar zeigen wir es und probieren es aus — Installation, Modellwahl, Grenzen. Der belastbare Betrieb im Haus ist danach ein eigenes Projekt: Hardware, Zugriffsrechte, Anbindung an Ihre Dokumente, Betrieb und Updates. Das kann unsere Agentur übernehmen oder Ihre IT, und wir sagen im Seminar offen, dass es eine kostenpflichtige Leistung ist. Was wir nicht tun: den Aufwand kleinreden, damit der Seminartag beeindruckender wirkt.
Unterrichten Sie auch Modelltraining oder Data Science?
Nein, und das ist eine bewusste Abgrenzung. Modellarchitekturen, Training, MLOps und die Mathematik dahinter sind ein anderer Beruf. Wer das braucht, ist bei einer Fachhochschule oder einem Anbieter für technische KI-Ausbildung besser aufgehoben — wir nennen Ihnen gern jemanden.
Können Sie das Seminar auf unsere Branche zuschneiden?
Der Zuschnitt entsteht nicht über die Branche, sondern über die eingesammelten Aufgaben — und die sind branchenspezifisch, ohne dass wir eine Branchenversion bauen müssten. Wenn in Ihrem Feld besondere Vorschriften gelten (Gesundheit, Finanz, öffentliche Hand), sagen Sie es im Vorbereitungsgespräch; dann wird der Leitplanken-Block darauf ausgerichtet.
Recht & Datenschutz
Erfüllen wir damit die Schulungspflicht aus der KI-Verordnung?
Unsere Seminare unterstützen den Aufbau von KI-Kompetenz im Kontext von Artikel 4. Inhalte und Übungen richten sich nach Ihrem Team und den eingesetzten Systemen. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung, aber keine Zusage rechtlicher Konformität. Welche weiteren Maßnahmen nötig sind, klärt Ihre Rechtsberatung.
Was passiert mit den Daten, die wir Ihnen vorher schicken?
Sie werden ausschließlich zur Vorbereitung des Termins verwendet und nach der Übergabe gelöscht. Auf Wunsch schließen wir vorher einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Im Seminar selbst arbeiten wir an Ihren Bildschirmen mit Ihren Unterlagen — wir nehmen nichts mit.
Wir dürfen bestimmte Daten gar nicht nach außen geben. Ist KI damit erledigt?
Nein — an dieser Stelle trennen sich zwei Wege, und der zweite wird selten gezeigt. Für Unterlagen unter Verschwiegenheitspflicht, für Personal-, Gesundheits- und Mandantendaten gibt es Modelle, die auf einem Rechner in Ihrem Netz laufen; dann findet keine Übermittlung statt, über die man streiten müsste. Wir arbeiten das im Leitplanken-Block als Zuordnung aus: Welche Aufgabe läuft auf einem Modell im Haus, welche darf zu einem Anbieter, welche gar nicht maschinell. Die rechtliche Beurteilung Ihrer konkreten Verarbeitung bleibt bei Ihrer Kanzlei oder Ihrem Datenschutzbeauftragten — was wir liefern, ist die technische und organisatorische Grundlage, auf der die entscheiden können.
Dürfen wir vertrauliche Unterlagen im Seminar verwenden?
Das entscheiden Sie, und genau diese Entscheidung ist Teil des Leitplanken-Blocks. Für die Übungen genügen in aller Regel echte, aber unkritische Fälle. Wo es heikel wird, arbeiten wir mit anonymisierten Fassungen — das ist ohnehin die Übung, die im Alltag am meisten gebraucht wird.
Wer ist in Österreich für die KI-Verordnung zuständig?
Orientierung bietet die KI-Servicestelle der RTR. Welche Behörde für eine konkrete Anwendung zuständig ist, sollten Sie anhand aktueller offizieller Informationen oder mit Ihrer Rechtsberatung klären. Wir bieten Schulungen zur praktischen Anwendung und keine Rechtsberatung.
Muss der Betriebsrat eingebunden werden?
Sobald KI-Werkzeuge Arbeitsabläufe verändern oder Nutzungsdaten von Beschäftigten anfallen, ist das in Österreich und Deutschland ein Thema der Arbeitnehmervertretung — bei Nutzungsauswertungen praktisch immer. Wir sind darin keine Berater und maßen uns dazu nichts an; wir sagen es nur früh, weil eine interne KI-Regel, die am Betriebsrat vorbei entsteht, ein halbes Jahr später wieder aufgemacht wird. Wenn es bei Ihnen ein Gremium gibt, ist die Teilnahme einer Person daraus am Seminartag die einfachste Lösung, die wir kennen.
Erbringen Sie Rechtsberatung?
Nein. Wir sagen Ihnen, wie es in der Praxis gehandhabt wird, welche Fragen Sie klären müssen und wo die Grenze verläuft. Die verbindliche Beurteilung — zur KI-Verordnung, zum Datenschutz, zum Urheberrecht an KI-Ergebnissen — macht Ihre Kanzlei. Diese Grenze benennen wir im Termin, statt sie zu verwischen.
Organisation
Geht das auch online?
Ja, zum selben Preis und mit demselben Ablauf. Online funktioniert bis etwa acht Personen sehr gut; darüber empfehlen wir inhouse, weil die Arbeitsphasen sonst schwer zu begleiten sind. Bei verteilten Standorten ist online oft die bessere Wahl, weil sonst der halbe Tag in der Anreise steckt.
Wie lange dauert es bis zum Termin?
Drei bis fünf Wochen ab Beauftragung. Der Engpass ist selten unsere Verfügbarkeit, sondern ein Datum, an dem zwölf Personen gleichzeitig Zeit haben. Wer flexibel ist, bekommt kurzfristig etwas — fragen Sie einfach.
Was brauchen wir vor Ort?
Einen Raum mit Bildschirm oder Beamer, stabiles Netz, eigene Geräte für die Teilnehmer und die Zugänge zu den Werkzeugen, mit denen gearbeitet werden soll. Alles Weitere bringen wir mit. Verpflegung ist Ihre Sache — bei einem Praxistag ist eine anständige Mittagspause allerdings kein Luxus, sondern eine Voraussetzung dafür, dass der Nachmittag noch etwas taugt.
Wie läuft das bei mehreren Gruppen oder Standorten?
Vorbereitungsgespräch und Aufgabenabfrage laufen einmal für alle Gruppen, die Termine danach einzeln. Preise dafür stehen offen auf der Preisseite: die erste Gruppe zum Listenpreis, jede weitere günstiger, ab der dritten noch einmal. Reihenfolge in der Praxis: erst die Gruppe, in der die Wirkung am schnellsten sichtbar wird — das ist fast immer Vertrieb oder Innendienst —, danach die übrigen. So haben Sie nach dem ersten Termin schon etwas vorzuweisen, während die weiteren noch laufen. Für Termine außerhalb von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland beziffern wir die Anreise vorab im Angebot, nicht nachträglich in der Rechnung.
Was passiert, wenn Sie krank werden?
Wir stimmen mit Ihnen einen Ersatztermin oder eine fachlich passende Vertretung ab. Eine zugesagte Besetzung ändern wir nur in Absprache mit Ihnen. Die Bedingungen für Ausfall und Verschiebung werden vor Beauftragung im Angebot festgehalten.
Und wenn wir absagen müssen?
Bis vierzehn Tage vorher kostenlos, danach 50 Prozent, ab drei Tagen vorher der volle Betrag. Eine Verschiebung ist bis drei Tage vorher immer kostenlos — das ist der Weg, den wir vorschlagen, und in der Praxis fast immer der, der genommen wird.